SCHNITTERGARN for Skoutz-Award

DANKE!!! An alle, die für uns abgestimmt haben! Und an die Jury vom Skoutz-Award! Ihr seid WELTKLASSE!

Unser SCHNITTERGARN, in dem Ihr auch meine Story Die sieben Flure des Mortimer Todd findet, wurde aus über 300 Anthologien für den Skoutz-Award nominiert und hat es mit Eurer Hilfe in die Shortlist unter die letzten drei Anthologien geschafft. Damit ist uns Bronze sicher. Ob wir vielleicht sogar Silber oder Gold erreichen, könnt Ihr mit Eurer Stimme bis zum 29. September mitentscheiden. Ich hoffe auf Eure Unterstützung!

Hier der externe Link zur finalen Wahl:

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Skoutz-Award 2019 Finalwahl

Aus dem Tagebuch eines Sensenmannes

Allerdings ist nicht jeder so erfreut über diesen Erfolg. Unseren hessischen Sensenmann, Mortimer Todd, treibt die Wahl zum Skoutz-Award an den Rande des Wahnsinns. Hier ein Auszug aus seinem Tagebuch.

Tag 1

Mortimer (aufgeregt): »Es geht los! Marlene, meine Sense!«

 

Marlene (lacht): »Hier, bitte.«

 

Mortimer (würde kreidebleich werden, wenn er es nicht schon wäre): »Aaaaahhhhrrrg! Was hast du getan?«

 

Marlene: »Vertrau mir. Mit Schleifchen und Einhorn-Lichterkette sieht die Sense viel netter aus. Du willst deinen Lesern schließlich keine Angst machen, oder?«

 

Mortimer: »Liebe Todgeweihten, ähm, ich meinte Leser, wenn Euch SCHNITTERGARN gefallen hat, oder Ihr zumindest unsere Textschnipsel cool findet, dann votet doch für uns bei den Skoutz-Awards. Dauert kürzer als ein Sensenhieb. Danke!«

Tag 2

Mortimer (sitzt in seinem Fernsehsessel und starrt vor sich hin): »Butterbrote schmieren, Akten vernichten, die Rosen stutzen.«

 

Marlene: »Vergiss nicht das Rückenenthaaren im Altersheim.«

 

Mortimer (schüttelt sich): »Erinner mich nicht daran. Oh Mann, wenn das die anderen Schnitter rauskriegen, wozu ich meine Sense missbrauche. Und alles nur wegen dem Skoutz-Award. Sei freundlich zu deiner Kundschaft, hat Jörg gesagt, wenigstens bis nach der Abstimmung. PAH! Einer wollte sogar, dass ich seine Schwiegermutter um die Ecke bringe. Hab ich getan. Lange stand sie natürlich nicht dort. Dann beschwerte sich der Typ auch noch. Keine Ahnung warum.«

 

Marlene (streichelt Mortimer tröstend über den Schädel): »Vielleicht war es die falsche Ecke.«

 

Mortimer (traurig): »Mit der Einhorn-Lichterkette um meinen Sensenstiel hat einfach niemand mehr Respekt vor mir. Pffft...«

 

Marlene: »Ich trau mich kaum zu fragen, aber mein Pony ist schon wieder so lang. Könntest du vielleicht ...?«

 

WUUUHHHHSCH!

 

Marlene: »Danke!«

Tag 3

Mortimer: »Nein, nein, ich bin nur für die Seelen aus Hessen zuständig. Aufträge im Weltall erledigt Thomas Heidemanns Tod«.

 

Marlene: »Und was, wenn Heidemanns Tod keine Zeit hat und der Astronaut aus Hessen kam?«

 

Mortimer (kratzt sich am Kopf und schaut dümmlich aus der Wäsche): »Ähm ..., tja ..., ich glaube ...«

 

Marlene (kichert): »Da hat wohl jemand das Handbuch zum Betreiberkonzept der sieben Flure nicht richtig gelesen.«

 

Mortimer: »Ach, soll er halt im Weltall treiben, bis ich das nächste Skype-Meeting mit dem lieben Gott hatte.«

 

Marlene: »Dann kann er aber nicht für den Skoutz-Award abstimmen.«

 

Mortimer (geht stöhnend zum Kleiderschrank und zerrt seine verstaubte Raumfahrerkutte heraus): »Und wehe, uns nominiert noch einmal jemand zu irgendwas!«

Tag 4

Mortimer: »Auweia, Johannas Tod hat einen Hexenschuss. Mein armer Kollege! Hoffentlich erholt er sich schnell.«

 

Marlene: »Nur gut, dass seine Kinder ihm aushelfen. Apropos Kinder, hab Dich bei einer Dating-Agentur angemeldet.«

 

Mortimer (fassungslos): »OH! NEIN!«

 

Marlene: »Hat sich bisher nur eine gemeldet. Übermorgen um 19 Uhr musst Du Janis Joplin vom Seelenüberwachungsverein ausführen.«

 

Mortimer: »AAAAAAHHHHRRRRGGGS!«

Tag 5

Marlene (erstaunt): »Wo kommst du denn her? Siehst ja richtig glücklich aus. Janis getroffen?«

 

Mortimer: »Nein, das ist doch erst morgen. Aber ich war in dieser wundervollen Bücherei in der Stadt Mayen. Da liegen jetzt 15 signierte Autogrammkarten zu DIE SIEBEN FLURE DES MORTIMER TODD aus unserem SCHNITTERGARN.«

 

Marlene (belustigt): »15 Stück für 19 000 Einwohner?«

 

Mortimer: »Ja, ich weiß. Sind wahrscheinlich zu viele Karten. Mal sehen, ob sie nächstes Jahr immer noch dort liegen.«

Tag 6

Marlene (neugierig): »Erzähl schon! Wie war dein Date mit Janis? Habt ihr geknutscht!«

 

Mortimer (betroffen): »Hab Mist gebaut. Als ihr Mund immer näher kam, geriet ich in Panik und habe Kornelias Schnipselbild vor mein Gesicht gehalten. Irgendwie hat sie das falsch verstanden.«

 

Marlene: »Seid ihr nun ein Paar, oder nicht?«

 

Mortimer: »Sie sagte, gut, dir zu Liebe mache ich ein SÜV-Audit im Feenreich, aber danach gehörst du mir. Dann ist sie gegangen.« (schluckt schwer)

 

Marlene (fröhlich): »Prima! Ich werde Trauzeuge.«

 

(Mortimer fängt an zu heulen.)

Tag 7

Mortimer (sucht verzweifelt nach seinen Abholungsaufträgen): »Das gibt Ärger. Gott wird meine Flure sperren.«

 

Marlene (staunt): »Wow! Wie sieht es denn hier aus? Hast du endlich mal aufgeräumt?«

 

Mortimer (panisch): »Natürlich nicht! Janis war wieder hier. Mit ihrem kompletten SÜV-Team. Sie haben mir 5S verpasst.«

 

Marlene: »Hä? Ist das ansteckend?«

 

Mortimer: »Das bedeutet: Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin. Bloß finde ich jetzt nix mehr.«

 

Marlene: »Okay, sie haben also ausgemistet. Aber Selbstdisziplin? Wie das?«

 

Mortimer (zeigt auf sein Halsband): »Wenn ich die Sachen falsch ablege, bekomme ich einen Stromschlag.«

Tag 8

Mortimer (rüttelt an der schlafenden Marlene): »Aufstehen! Schnell! Du musst mir helfen!«

 

Marlene (gähnt): »Was ist denn jetzt schon wieder?«

 

Mortimer: »Wir müssen alles löschen! Die ganze Werbung! Die Autogrammkarten vernichten. Alle verkauften SCHNITTERGARN-Exemplare zurückholen.«

 

Marlene: »Was? Wieso?«

 

Mortimer: »Wenn wir beim Skoutz-Award in die nächste Runde kommen, will Janis Kinder von mir.«

 

(Mortimer stellt seine Kaffeetasse auf Marlenes Nachttisch ab.)

 

SRRRRSSSRRRRSSSSRRRRR!

 

Mortimer (verkrampft und hebt schnell seine Tasse wieder hoch): »Alles gut. War nur das Halsband von Janis.«

Tag 9

Marlene (rüttelt an Mortimer): »Aufwachen! Schnell! Schnapp Dir die Sense!«

 

Mortimer (schreckt hoch und stößt sich den Kopf an der herunterhängenden Totenkopflampe): »Hä? Was denn? Wo denn? Janis?«

 

Marlene (brüllt): »Raus aus den Federn! Wir liegen im Bücherstift!«

 

Mortimer (Panisch. Will flüchten. Seine Beine verheddern sich in der Decke. Er fällt krachend auf den Boden. Richtet sich auf. Schaut sich verwundert um.): »Ach, du bist es nur. Dachte schon, Janis hat mich entführt. Wo sollen wir liegen? Sieht aus wie mein Schlafzimmer. Mein Bett. Alles wie immer.«

 

Marlene (lacht): »Ich meinte unsere super coolen, signierten Autogrammkarten. Zehn Stück gibt es jetzt im Bücherstift vom Atelier kleiner Künstler. In Biebergemünd. Kann man sich als Lesezeichen mitnehmen.«

 

Mortimer: »Und wozu dann das Gebrüll?«

 

Marlene (Zeigt Mortimer ihren prall gefüllten Rucksack.): »Wir gehen jetzt Bücher tauschen.«

 

(Mortimer lässt sich zurück auf den Boden fallen und stöhnt.)

Tag 10

Mortimer (erleichtert): »Puh! Bin ich froh! Die Abstimmung zum Skoutz-Award ist vorüber.«

 

Marlene: »Aber das war doch nur die Wahl zur Shortlist. Falls wir es dort hinein geschafft haben, wird wieder abgestimmt.«

 

Mortimer (schluckt laut): »Oh! Mein! Gott! Es ist noch nicht vorbei? Das heißt, ich darf nicht ... kann nicht ... muss immer noch NETT sein? Und die Seelen erst nach der Wahl abholen?«

 

Marlene: »Tot kann jedenfalls niemand mehr abstimmen. Heute schon die Zeitung aufgeschlagen?« (Sie wirft ihm den PHANTASTISCHEN BOTEN FÜR LEBENDIG GEWORDENE CHARAKTERE AUS ANTHOLOGIEN auf seinen Frühstücksteller).

 

Mortimer (liest laut vor): »SCHNITTERGARN wurde für den Deutschen Phantastik Preis nominiert.« (Seine Kaffeetasse gleitet ihm aus der Hand und zerschellt am Boden. Seine Kinnlade klappt herunter. Fassungslos starrt er auf die jubelnde Marlene.)

 

Marlene (tanzt fröhlich singend um den Sensenmann herum): »Schnittergarn for DPP. SCHNITTERGARN for DPP. ...«

 

Mortimer (zieht sich Sonnenbrille und Perücke auf): »Ich tauche ab! Vielleicht besuche ich den Tod von Günther Kienle.«

 

Marlene (schüttelt den Kopf): »Man erkennt dich noch.«

 

Mortimer (lässt seine Sense fallen und schiebt sie mit dem Fuß unter den Tisch zu den Scherben seiner Tasse): »Besser so?«

Tag 11

Marlene (kommt zur Tür rein): »Hi Morti! Warum steht Herr Morrison im Hof? Ist schon wieder Audit?«

 

Mortimer (sitzt vor seiner vollen Kaffeetasse und starrt auf das Bild von Gevatter Tod): »Nein. Kein Audit. Nie mehr. Sagte Janis.«

 

Marlene (kippt das Fenster und lauscht): »Was singt Jim da? Das Ende wäre sein einziger Freund? Was hast du mit ihm gemacht? Und warum hast du Lippenstift auf der Backe?«

 

Mortimer (reicht Marlene den PHANTASTISCHEN BOTEN FÜR LEBENDIG GEWORDENE CHARAKTERE AUS ANTHOLOGIEN): »Janis war da, um mir persönlich zu gratulieren. Jetzt besucht sie noch die anderen Schnitter, den Verlag, die Autoren, die Coverdesignerin. Dann will sie mit mir in den Urlaub fahren.«

 

Marlene (Ihre Augen überfliegen den Boten, bleiben bei einem Artikel hängen und weiten sich.): »SHORTLIST! AAAAAAWWWWWHHHHH!«

WAAAHHHHHS? Ihr kennt SCHNITTERGARN noch nicht? Dann nix wie ran an die Schnipselbilder:

Hierfür brauche ich Eure Hilfe auch ganz dringend:

Autorenseite von Jörg Fuchs Alameda