The D-Files - Die Drachen Akten

Erscheinungstermin wegen Corona noch offen, aber auf jeden Fall in 2020. 

Wie man einen Fantasyautor zum Schweben bringt

Letztes Jahr gab es diese Ausschreibung: THE D-FILES - DIE DRACHEN AKTEN. Unter welchen Umständen ich dort mitgemacht habe, könnt Ihr weiter unten in DER DRACHE UNTER MEINEM DACH lesen. Jedenfalls schaffte ich es damals, traditionell am letzten Tag im Jahr, und zwar zwei Stunden vor der Deadline, meine Story WINTERBRÜDER UND DRACHENTÖTER fertig zu schreiben und beim Verlag einzureichen. Im Normalfall gibt es bei Ausschreibungen im Bereich der Phantastik zwischen 100 und 200 Einsendungen. Wenn dann, je nach geplanter Seitenzahl, nur 15 bis 35 Geschichten ausgesucht werden, kann man sich ausrechnen, wie schwer es ist, in eine Anthologie aufgenommen zu werden. Nun ratet mal, wie viele Einsendungen es bei den Drachen Akten gab. Ich sag es Euch: knapp 800! WAAAHHH! Anscheinend sind Drachen die Lieblinge unter den fantastischen Wesen. Ich habe zumindest noch nie eine solche Beteiligung erlebt. Und meine Hoffnung, ein Teil dieses Buches zu werden, schwand.  

 

Mit Stolz kann ich nun verkünden, meine Story hat es in die D-Files geschafft! Ich kann es kaum glauben und schwebe immer noch vor Glück ein paar Zentimeter über dem Boden, direkt meinem Drachen Graupfote hinterher. Es ist mir eine Ehre und ich freue mich wahnsinnig mit 33 weiteren, tollen Autor_innen erneut bei den Talawah-Files dabei sein zu dürfen! Vielen Dank, lieber Thomas Finn und lieber Sascha Eichelberg vom Talawah Verlag! 

 

Der Klappentext wird hier erscheinen, sobald es ihn gibt.

Der Drache unter meinem Dach

Ein Fantasyautor hat es manchmal gar nicht so einfach. Wollt Ihr wissen, welche zwei Dinge Ihr unbedingt vermeiden solltet, wenn ein Drache bei Euch einzieht und Ihr eine Geschichte über ihn schreiben wollt? Kann ich Euch sagen: Versucht niemals, auch nicht wenn Euch jemand viel Geld dafür anbietet, einem Drachen einen Namen zu geben, noch bevor er seine erste Badewanne Kaffee getrunken hat! Und lasst Eure Kinder nicht mit der Drachenlockpfeife spielen!

 

Mein Drache war ganz und gar nicht einverstanden mit dem Namen, den ich ihm gab. Er schüttelte beleidigt den Kopf und ich glaube, ich sah auch etwas Dampf aus seinen Nüstern steigen. Als ich kurz wegschaute, haute er seine Fangzähne in meinen Schreibtisch, durchbrach die Hausmauer und flog mitsamt meinem Plot davon. Steffi war nicht unbedingt begeistert, als sie den neuen »Hauseingang« entdeckte. Aber das war das geringste Problem. Ich hatte nur noch acht Monate Zeit, um wie jedes Jahr auf die drei Tage vor Silvester zu warten, in denen ich die Story zu meinem Plot schreiben wollte. Keine Panik, sagte ich mir, und zog die Schublade auf, um die Drachenlockpfeife zu entnehmen. Mir blieb die Luft weg. Statt der Pfeife lag da Hasi. Grau. Aus Stoff. Mit Schlappohren. Ohne Hasi macht mein Sprössling kein Auge zu. Schon klar, wer jetzt die Drachenlockpfeife an einem unaufspürbaren Ort im Haus versteckt hatte. Immerhin war Hasi endlich wieder da und wir konnten die Nacht zumindest schlafen.

 

Drei Tage vor Silvester, ich hatte mich damit abgefunden, keine D-Files-Story zu schreiben, wollte ich mir »Drachenzähmen leicht gemacht« reinziehen, quasi als Trostpflaster. Ich drückte den Open-Knopf, und was kam da mit dem DVD-Fach herausgefahren? Ganz genau, die Drachenlockpfeife. Ich hätte sie draußen benutzen sollen, denn kurz darauf hatten wir auch im Wohnzimmer einen neuen »Hauseingang«, was im Winter nicht unbedingt zur allgemeinen Erheiterung meiner restlichen Familienmitglieder beitrug. Wenigstens wärmte uns das Drachenfeuer und ich konnte meine Geschichte schreiben ... mit neuem Drachennamen natürlich.

Mein außerirdischer Dampfplauderer Dokaru erwartet Dich auf der nächsten Seite. Hier geht's lang:

Autorenseite von Jörg Fuchs Alameda